Dienstag, 31.08.2010
Die Abbildung des Händedrucks ist allgegenwärtig. Und nicht nur als Symbolfoto auf schlecht gemachten Internetseiten, wie Ben Van den Berghe beweist.
In der jüngsten Schau in der Galerie Mikro beschäftigt sich Ben Van den Berghe mit der ritualisierten Geste des Händedrucks. Anhand einer Auswahl von Pressebildern untersucht die Arbeit die Details, die in den bewusst für die Kamera inszenierten Szenen versteckt sind. Indem Ben Van den Berghe die Bilder aus ihrem Zusammenhang nimmt, lenkt er den Fokus auf den Moment des Kontakts zwischen zwei Menschen. Eine interessante Herangehensweise, die dem manchmal doch überstrapazierten Ritual neue Seiten abgewinnt.
Galerie Mikro
HANDSHAKE SOCIETY
BEN VAN DEN BERGHE
04. September – 15. Oktober 2010
Eröffnung: Freitag, 03. September, 20 Uhr
Montag, 28.06.2010
Eine wunderschöne und auch pflegeleichte Büro-Topfpflanze – das Auge gärtnert bekanntlich mit – kann heutzutage wirklich jeder Hobby-Gärtner zusammenstellen: Stundenlanges Blätterputzen, lästiges morgendliches Gießen und mühsames Unkrautzupfen gehört mit unserem Pimp-Rezept der Vergangenheit an. Wir haben da mal was vorbereitet!
Anleitung
Zutaten
Man nehme eine gut vertrocknete Büropflanze, sehr gut geeignet sind Bambus-Gewächse, Sie können aber auch einen Fikus Benjamini oder eine Zimmerpalme verwenden,
Dazu kommen: Zeitungspapier zum Abdecken der Umgebung und eine frische Flasche grüne Farbe. Besonders bekömmlich sind zwar die naiv gepressten Produkte aus dem Grafitisprayer-Markt, eine handelsübliche Variante aus dem Bau- oder Supermarkt tut es auch - und schont den Geldbeutel.
Zubereitung
Die getrocknete Pflanze vorsichtig mit etwas Zeitungskrepp abdecken, die grüne Farbe so lange schütteln, bis die Emulsion schön schaumig ist und mit gleichmäßigen Bewegungen lasieren. Besonders hübsch wird das Ergebnis, wenn sie die Farbe in abwechselnd großen Sprüheinheiten auftragen.
Nach erfolgter Sprühung die Blume noch trocknen lassen, das Zeitungskrepp entfernen und das üppige Grün an seinen alten Platz zurückstellen.
Fertig ist der grüne Daumen!
Donnerstag, 24.06.2010
Seit 2006 verleiht die unabhängige Organisation "European School of Oncology" (ESO) den "Best Cancer Reporter Award" (BCRA). In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die deutsche Medizinjournalistin Nicola Kuhrt.
Die freie Medizinjournalistin Nicola Kuhrt erhält die Auszeichnung "Best Cancer Reporter 2010" für Ihren Artikel "Was ist ein Monat Leben wert?", erschienen am 17. Januar 2010 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der Text skizziert, welche Veränderungen die "neuen, personalisierten" Krebsmedikamente in der Therapie für die Patienten bedeuten, ob die mit den neuen Wirkprinzipien verbundenen großen Hoffnungen berechtigt sind und stellt fest: Die Erfolge in der Praxis sind begrenzt und teuer erkauft – und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie rationiert werden.
Der Best Cancer Reporter Award 2010 wird Nicola Kuhrt im Rahmen des ESMO Kongresses im Oktober in Mailand überreicht.
About ESO and the Best Cancer Reporter Award
Milan-based ESO is an independent, non-profit organisation that is dedicated to improving the care and treatment that cancer patients receive. The School was founded in 1982 with the aim of reducing deaths from cancer due to late diagnosis and inadequate treatment. Over the past 25 years it has grown into one of the most important providers of cancer education for physicians, nurses, patient advocates and the media worldwide. The Award was established by the ESO in 2006 to encourage high quality media coverage on cancer and to recognise outstanding cancer journalism. Kuhrt will receive the prize to acknowledge the excellence of her work and commitment to enlightening people about cancer.
Mittwoch, 09.06.2010
Spieler-Bilder sammeln war gestern! Fußballer-Lieder-Quartett-spielen ist der Spaß zur WM 2010: Einfach unter www.kuhrt.de/quartett die 32 klingenden Spielkarten anschauen, anhören, herunterladen....
Nach aufwändigen und komplizierten Recherchen in Ton-, Bild- und Spielerarchiven war es vollbracht: Die Sammlung der 32 schönsten Lieder deutscher Fußballer aller Zeiten. Ob ein schmusiger Franz Beckenbauer ("Gute Freunde kann man nicht trennen", 1966), ein treffsicherer Gerd Müller (Dann macht es bumm", 1969), die Stimme von Eike Immel aus dem Dschungelcamp ("Wie ein Liebeslied, mit Bata Ilic, 2008) oder Toni Polster mit den Thekenschlampen (Toni lass es polstern", 1997) – die musikalischen Qualitäten unserer Jungs sind wahrhaft treffsicher.
Das Klangerlebnis wurde von uns in eine vielseitige Quartett-Spiel-Form gebracht: Unter www.kuhrt.de/quartett können die Songs angesehen und angehört werden. Wer Quartett spielen will, findet ein pdf zum Herunterladen und Ausschneiden der Karten. Die Werte, mit denen du ins Stechen ziehen kannst: Erscheinungsjahr, Anzahl der Sänger, Chartsplatzierung und Mannschaftserfolg.
Allen Quartett-Fans viel Spaß – und eine tolle WM, selbstverständlich!
Mittwoch, 05.05.2010
Das ikonische Gelb der Produkte von Kodak hat G. Leddington zu einer Projektion eines willkürlichen Systems verwandelt. Zu sehen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.
Weiß man nachher, was KY123 (SUNRISE) ist? Vielleicht, könnte man sagen. Jedenfalls wurde für die Projektion das ikonische Gelb der Produkte von Kodak auf unmittelbare Wiedererkennbarkeit hin entworfen. Dennoch gibt es Unregelmäßigkeiten bei dem genauen Farbton, der mit der Marke assoziiert wird. Schon immer changierte der tatsächliche Farbton willkürlich von Produkt zu Produkt; man findet vibrierendes Gelb, tiefes Orange und manchmal sogar Braun. Historische Forschung soll den Sinn hinter den zufälligen Informationen, die Ereignisse produzieren, finden. Auf ähnliche Weise verwendet die Installation KY123 (Sunrise) ein willkürliches System, um aus den zufälligen Ungenauigkeiten in der Selbstdarstellung von Kodak so etwas wie Sinn zu generieren. Das Resultat ist allerdings wohl ebenso bedeutungslos wie die Informationen, aus denen
es entstanden ist.
KY123 (SUNRISE)
G. LEDDINGTON
MIKRO – Projektraum für Fotografie
Herzogstraße 61, 40215 Düsseldorf
Moritz Wegwerth, Philip Ullrich
Durchgehend geöffnet, Termine nach Vereinbarung
www.projektraum-mikro.de
Montag, 03.05.2010
Nicht nur, dass unsere glorreiche Staffel locker das Ziel erreicht hat, auch die Kleiderspenden-Aktion kam gut an: Für vision:teilen, die Düsseldorfer Inititative gegen Armut und Not, haben wir T-Shirts, Pullis und Hosen gesammelt, zum Schluss waren 15 große Einkaufswagen gefüllt, geschätztes Gewicht: 300 Kilogramm.

Die Resonanz war überwältigend: Als wäre es nie anders gewesen, spendeten gestern die Marathonis und Staffel-Läufer ihre überflüssige Kleidung für die Obdachlosen und Bedürftigen der Stadt. Ganz selbstverständlich warfen sie Hosen, T-Shirts und Hosen im Vorbeilaufen in die bereitstehenden Sammel-Einkaufswagen im Start-Bereich des Marathons. Viele hatten von zuhause noch ein paar zusätzliche Stücke mitgebracht.
„Ich finde es super, dass es die Aktion jetzt auch beim Metro Marathon gibt“, sagt Viel-Läufer Jürgen, er kennt die Aktion schon vom New York Marathon. Auch Marathonis, die zuvor nicht mitbekommen hatten, dass für Obdachlose gesammelt wird, machten mit und warfen ihre dicken Pullover spontan in die Einkaufswagen.

Unsere Helfer am Straßenrand kamen kaum nach, alles in Kleidersäcke umzupacken, um wieder Platz in den Sammelbehältern zu schaffen. Am Ende kamen rund 15 (!) große Metro-Einkaufswagen – bis oben hin gefüllt – für vision:teilen zusammen, das ergibt eine rund 300 Kilo schwere Spende für die Kleiderkammer der franziskanischen Initivative gegen Armut und Not.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die geholfen haben und unseren Sponsoren:

Freitag, 30.04.2010
Wer am Sonntag an der Strecke steht und sich wundert, wer diese sportlichen Läufer in den tollen Shirts sind: Das sind wir! Außerdem starten wir noch die große Kleider-Spende für vision:teilen.
Am Sonntag wird es spannend: Vier von uns stellen sich dem Düsseldorfer Nieselregen, der anspruchsvollen Strecke und absolvieren den Metro Marathon - wer anfeuern will: Eva, Bernd, Thorsten und Robert sind mit der Startnummer 1864 unterwegs, Code-Name "Kuhrt Komm". Den Streckenplan gibt es hier.
Das restliche Team organisiert derweil ein anderes Projekt:
Es hat schon Tradition, dass Marathonläufer sich für Obdachlose engagieren – die Menschen, an denen sie sonst in ihrem Training einfach nur vorbei laufen. Vom New York Marathon stammt die Idee, die zusätzliche warme Kleidung, die man vor Beginn des großen Laufs trägt, aber kurz vor dem Start natürlich schleunigst loswerden will, für Obdachlosen zu spenden: Die Jacken und Hosen werden vor der Startlinie einfach in dort bereit stehende Sammelbehälter geworfen, der Inhalt wird später unter den Armen der Stadt verteilt. Längst folgen Marathon-Läufe in der ganzen Welt dem Beispiel New Yorks.
Auch Düsseldorf ist ab diesem Jahr dabei! Im Start-Bereich des Metro Marathons sind eigens große Einkaufswagen aufgestellt, in denen die Läufer ihre überflüssigen Jacken, Hosen oder Shirts werfen können.
Die Kleidungsstücke werden dann „vision:teilen“ gespendet. Die Initiative des Franziskaner Klosters Düsseldorf betreibt eine eigene Anlaufstelle für arme und obdachlosen Menschen, die hier täglich eine warme Mahlzeit und in der Kleider- kammer etwas zum Anziehen bekommen können.
Mitmachen ist also ganz einfach: Kurz vor dem Start auf die Metro-Einkaufswagen achten, überflüssige Kleidung reinwerfen und loslaufen – frei dem Motto der Franziskaner: „Wer teilt, gewinnt!“
Wer teilt gewinnt! wird unterstützt durch:
Metro AG Düsseldorf
Marathon e.V.
Europa Service Autovermietung Arndt
SB-Waschsalon - Flingern
Planung und Koordination: Kuhrt Kommunikation
Donnerstag, 15.04.2010
Im NRW Forum trafen sich Kreative, Berater und Manager aus dem In- und europäischen Ausland zum eintägigen Fachkongress der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Wir finden: Schön, dass es so etwas gibt!
Ziel von CREATIVE.HEIMAT war es, wie es das NRW-Wirtschaftsministerium so schön offiziell formuliert: „Strategien und Instrumente führender europäischer Regionen im Umgang mit der Kultur- und Kreativwirtschaft zu vergleichen und Erfahrungen auszutauschen.“ Initiatoren des Kongresses waren neben dem Ministerium noch CREATIVE.NRW, das Clustermanagement für die Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW.
Der Kongress war eine echte Premiere, bedeutet CREATIVE.HEIMAT doch den ersten Metropolenkongress der Kultur- und Kreativwirtschaft seiner Art in Deutschland. An die 160 Gäste hatten sich für den Fachkongress akkreditiert. „Das liegt unseres Erachtens nicht nur am großen Interesse an der Kultur- und Kreativwirtschaft und dem Bedürfnis, mehr darüber zu erfahren, sondern auch an der hochkarätigen Besetzung des Kongresses. Wir haben es geschafft, in Düsseldorf das Who is Who der international renommiertesten Köpfe aus der Kultur- und Kreativwirtschaft zu versammeln. Darauf sind wir sehr stolz“, so Veranstalter Christian Boros.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Treiber für ökonomische Entwicklungen und Innovationen. In Nordrhein-Westfalen ist die Kultur- und Kreativwirtschaft im bundesweiten Vergleich besonders erfolgreich. Hier sind zurzeit 212.000 Menschen beschäftigt und die Anzahl der Kultur- und Kreativunternehmen ist kontinuierlich von fast 36.000 im Jahr 1996 auf heute über 50.000 gestiegen. Damit gehören 7,5 Prozent der Selbstständigen und Unternehmen zur Kreativwirtschaft.
„Die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft wird vielerorts immer noch unterschätzt. Wir haben das Potential in Nordrhein-Westfalen erkannt, umso mehr brauchen wir jetzt ein starkes gemeinsames Auftreten“, so Clustermanager Werner Lippert.
Mittwoch, 14.04.2010
Tolle Idee! Ausgehend von Traditionslinien wie dem Bauhaus hat der BochumDesign e.V. über 30 europäische Designer eingeladen, in typisch ruhrgebietischen Kiosken 100 Tage Design zu zeigen.
Wo steht denn jetzt der Orangensaft? Und was ist das überhaupt für ein komisches Ding?
Fragen, die sich ab dem 2.Mai viele Einkäufer des beliebten „Büdchens“ stellen werden.
Keine Sorge, es bleibt Alles beim Alten! Abgesehen davon, dass die klassischen Verkaufsräume zur Präsentation von handwerklichen Ausstellungsstücken genutzt werden.
Ansonsten kann in der „Bude um de Eck“ wie gewohnt, ein kleiner Einkauf oder ein kurzes Gespräch gehalten werden.
Ein Stück Heimat
Das Kiosk, Bude oder auch Büdchen genannt, hält den Pott am Leben und ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken, findet Volker Köster, Lehrbeauftragter an der Uni Bochum und Dokumentarfilmer. „ Die Bude bedeutet für mich ein Stück Heimat“. Und genau von dieser Kombination aus Tradition und moderner Handwerkskunst lebt das „Designkiosk“. Insgesamt konnte die Uni Bochum im Rahmen des Ruhr 2010 Projektes 30 nationale und internationale Künstler gewinnen. So viel Kunst zum Nulltarif gibt es nur in den Kulturmetropolen der Ruhr 2010 zu sehen. Projektstart des Designkiosk´s ist der 2. Mai und nach genau 100 Tagen endet diese einmalige Ausstellung in der „Bude“.
www.designkiosk-ruhr.de
Freitag, 02.04.2010
Der Zufall brachte es ans Licht: In Vorbereitung zur großen Robert Mapplethorpe- Ausstellung im NRW-Forum stellte sich heraus, dass der Fotograf 1983
in Düsseldorf gearbeitet hat. Porträtierte werden nun gesucht.
Es ist schon eine kleine Sensation: Bei den Vorbereitungen zur Retrospektive von Robert Mapplethorpe im NRW-Forum tauchte das Gerücht auf, es gäbe einen Film, der zeige, wie Robert Mapplethorpe in Düsseldorf fotografiere. Nach einiger Recherche fand sich der Film in den Archiven des WDR. Er zeigt Robert Mapplethorpe in einem kleinen Studio bei Shootings. Das Video stammt von 1983, Autor war Heiner Hepper.

Mapplethorpe und Reiner Kaltenbach, 1983 © Reiner Kaltenbach
Das Mapplethorpe-Event in der Galerie "Photographie" fand im Jahre 1983 statt, in den Galerieräumen in der Markgrafen Straße 3 in Düsseldorf Oberkassel. Dort hatte der Galerist Volker Wachs eine Robert Mapplethorpe Ausstellung organisiert, die vom 14. April bis zum 30. Mai 1983 zu sehen war.
Wie das NRW Forum schreibt, porträtierte Mapplethorpe – es assistierten Rudolf Hillebrand und Rainer Kaltenbach. Am 15.4.1983 flog Robert Mapplethorpe dann von Düsseldorf nach München in Begleitung von Lisa Lyon und seinem Verleger Lothar Schirmer, der gerade das Lisa Lyon Buch verlegt hatte. Wen Mapplethorpe alles porträtiert hat, ist nicht bekannt. Es soll ein Bild von Baronin von Oppenheim geben, es steht fest, dass eine Reihe von Interessenten die hohen Kosten von 5.000 Mark pro Foto scheuten, und es ist bekannt, dass Mapplethorpe sehr daran interessiert war, Joseph Beuys und die Kraftwerk-Musiker abzulichten – dazu kam es nicht.
Aber Udo Kier jedenfalls ist von Robert Mapplethorpe in Düsseldorf fotografiert worden und erinnerte sich auch später noch sehr klar an den Fototermin und war absolut begeistert. Sein Portrait hängt in der Retrospektive von Robert Mapplethorpe im NRW-Forum.
Wer an den Foto-Shootings beteiligt war, kann sich melden bei Petra Wenzel und Werner Lippert unter Telefon (0211) 96 600 36 oder per E-Mail:info@projects.ag
Dienstag, 02.03.2010
Das Wort „Usability“ ist zurzeit in aller Munde, zumindest bei den Programmierern, Designern, Informationsarchitekten und wohl auch den Textern - doch warum? Ist es der technische Fortschritt im Forschungsbereich oder ein notwendiges Übel, um die Kosten-Nutzen-Relation in Zeiten wirtschaftlicher Krisen zu optimieren? Die Konversionsrate ist ebenfalls ein sehr trendiger Begriff, der vor allem auf Kundenseite immer öfter ausgesprochen, niedergeschrieben, gemailt, getwittert oder sogar über Geotagging in irgendeiner der unzähligen Atlanten 2.0 wie maps-dot-google publiziert wird. Vielleicht hat Usability auch durch die Masse an Funktionalitäten, den sog. Web 2.0-, 3.0- oder 4.0-Technologien, ihre Bestimmung gefunden, denn es geht dabei ja um nichts anderes als die Benutzerfreundlichkeit - von was auch immer.
Früher war Benutzerfreundlichkeit ein Bauchgefühl, das mehr oder weniger durch den Verstand geleitet wurde - intuitive Erschaffung. Der Nutzer wird das schon genau so sehen wie ich, ist doch auch logisch! Aber jede Forschung findet ihren Anfang und was früher noch non-verbal in einem langen Prozedere abgefragt werden musste, übernimmt heute der Eyetracker in Kombination mit anderen Messverfahren wie Pupillometrie oder psychogalvanische Reaktion. Denn so schön und günstig die gute alte Befragung auch ist, gibt es dort die eine oder andere Problematik. Die größte ist wohl die Höflichkeit, denn die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus Höflichkeit lügt, um einer eventuellen Auseinandersetzung zu entgehen, ist relativ hoch. Hinzu kommt die Interpretation der Daten, die auf Grund der Semantik oft zu Ergebnissen führen, die eine Frage nur ungenügend oder gar nicht beantworten kann. Misst man hingegen die unverfälschte körperliche Reaktion, sind valide Daten und ein zielführendes Ergebnis um ein vielfaches Wahrscheinlicher.
In der Wirtschaft wird in der Regel untersucht, was die Konversionsrate steigern kann, eigentlich klar, denn Umsatzsteigerung ist nun mal das Ziel der Ziele. Die Konversionsrate beschreibt den prozentualen Anteil von Besuchern, die dann letztlich zu Käufern werden. Wenn ein Online-Shop also im Monat 100 Besucher hat und einer davon zum Käufer wird, liegt die Konversionsrate bei einem Prozent. Wenn man den Zahlen, die im WWW kursieren, Glauben schenken mag, dann ist wohl die durchschnittliche Konversionsrate von Online-Shops zwischen 1 und 3 Prozent - nicht wirklich viel. Diese Zahlen hängen natürlich auch vom Involvement-Grad des Produktes / der Dienstleistung ab. Ein Low-Involvement-Produkt wie Butter kaufen wir eben ohne lange nachzudenken, wohingegen der nächste Autokauf (High-Involvement-Produkt) schon relativ lange entschieden werden muss. Supermärkte haben also wahrscheinlich eine höhere Konversionsrate als Autohändler.
Bevor ich mich nun „Bachelor of Arts in Communication Management“ nennen darf, muss ich in meiner Thesis zeigen, was ich in den vergangenen fünf Semestern gelernt habe. Das Thema steht schon länger, aber nun ist es offiziell beim Prüfungsamt eingegangen. In diesem 60-Seiter werde ich das Thema Usability auf multimediale Gestaltungselemente wie Bildergalerien, 3D-Previews, Flash-Filme oder Produktvideos in Online-Shops anwenden, um herauszufinden inwiefern sich dies auf das Kaufverhalten auswirkt. Eine Analyse vom Kaufverhalten ohne Psychologie, bzw. in diesem Fall Medienpsychologie ist unmöglich, weshalb diese Komponente mit einfließt. Das Thema lautet offiziell „Idealtypischer Einsatz von multimedialen Gestaltungselementen in Online-Shops auf Basis medienpsychologischer Erkenntnisse“.
Das Vorgehen ist relativ schnell erklärt, birgt aber viel Arbeit, denn zunächst werden ca. 900 deutschsprachige Online-Shops per Inhaltsanalyse untersucht, um das oder mehrere idealtypische Raster von Online-Shops herauszufinden. Diese idealtypischen Raster - ich gehe von 2 - 3 aus - werden dann mittels Eyetracking und Interview in einem spezifischen Untersuchungsdesign genauer analysiert, um am Ende sozusagen einen „Endsieger“ festzustellen. Dies kann nur auf Grund medienpsychologischer Erkenntnisse und qualitativer Messdaten geschehen. Diese Empfehlung für einen Aufbau, bzw. die Platzierung von multimedialen Gestaltungselementen in Online-Shops wird durch die qualitative Studie damit einzigartig. Hoffentlich geht mein Plan auf.
Bernado
Mittwoch, 03.02.2010
Die neue Seite spricht gezielt deutsche Poken-Fans wie auch neue Poken-Anwender an. Die Stärken des Buisness-Poken stehen dabei im Mittelpunkt, da dieser unzählige Möglichkeiten für den Einsatz auf Events bietet, die immer stärker nachgefragt werden. Die deutsche Poken-Seite geht dabei auf nationale Ansprüche ein, erklärt Service-Angebote des Poken-Teams und transportiert dennoch das typische Poken-Feeling.
Donnerstag, 14.01.2010
Der Krimi-Schriftsteller aus Düsseldorf steht mit seinem Roman "Sprengstoff" auf der Shortlist.
Horst Eckert fühlt sich geehrt, immerhin gilt der Glauer-Preis als der "Oskar" der deutschsprachigen Krimibranche. Für die Jury zählt sein in 2009 erschienener Roman "Sprechstoff" zu den "Besten 14". ausgewählt wurden diese aus immerhin 288 Neuerscheinungen des vergangenen Jahres. Bis bekannt wird, wer den Glauser 2010 bekommt, dauert es aber noch ein wenig: Anfang März werden die "besten 5"benannt, die Preisverleihung erfolgt dann während der "Criminale", (8.-12. September in der Eifel).
Dabei ist Horst Eckert, der mit einer Kurzgeschichte im "Flufunk" (Heft 2) vertreten war, kein Glauser-Neuling: 2001 gab es den "Krimi-Oscar" bereits für "Die Zwillingsfalle". Einen zweifachen Preisträger in der Roman-Sparte gab es in der Geschichte des Preises noch nie - also: Daumen drücken!
Wer den preiswürdigen Autor einmal live erleben will, kann das direkt heute Abend tun. Um 20.15 Uhr tritt er - als Bestandteil des "Kriminalkomittees" (www.kriminalkomitee.de) – in Manes Meckenstocks "Haus der Freude" auf. Sieben Autoren lesen aus sieben Romanen, gemeinsam, mit verteilten Rollen...
Freitag, 11.12.2009
Von der vergessenen Existenz zum Superstar des Frischefachs: Der Milfina-Quark (40% Fett) begeistert das Team mit seiner Ausdauer.

Zugegeben: Zuerst haben wir ihn gekauft, dann ist er irgendwie in die hinterste und dunkelste Ecke des Kühlschranks gewandert. Als wir unseren Milfina-Quark dann wiedersahen, waren schon ein paar Monate vergangen. Genauer - das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) vom 11. Dezember 2008 – war längst abgelaufen. Wir haben uns geschämt, so geht man schließlich nicht mit Lebensmitteln um! Also wollten wir dem Milchprodukt noch eine Chance geben: Schafft der Quark noch ein Jahr in unserem Kühlschrank – ohne vorher zu explodieren? Dann wollten wir ihn redlich belohnen.
Okay, unser Super-Quark hat es geschafft und feiert heute seinen einjährigen MHD-Ablauf!

Und wir haben wieder ein Problem: Wie feiern wir das? Schmeißen wir den Quark jetzt endlich weg? Wäre das ungerecht? Darf man das überhaupt? (wegen möglicher Kontaminierungs-Gefahr?)
Mal sehen, was der Quark dazu sagt...
Freitag, 04.12.2009
Jede Jahresschau in der Alten Post steht unter einem besonderen Motto. Drehte es sich in 2008 um die ein wenig vernachlässigten Beiträge der grafisch orientieren Kunst, sollten diesmal alle Künstler einfach mal so richtig aus den Vollen schöpfen. Der Aufruf scheint gefruchtet zu haben, die Initiatoren versprechen jedenfalls Großes: "Ob im Block, als mehrteilige Installation oder als Großformat – Die Ausstellung kommt einer barocken Wunderkammer gleich." Na denn!
Die Eröffnung findet am Nikolaustag um 11.30 Uhr statt. Zu sehen ist "Mehr, mehr!"
Kulturforum Alte Post
Neustraße 2
41460 Neuss
bis 10.01.2010
geöffnet Mo-Fr., 16-19 Uhr, Sa., 15-18 Uhr, So., 12-18 Uhr
geschlossen 24.-26.12.09 und 31.12.09-01.01.10
http://www.altepost.de/ausstellungen/15
Dienstag, 01.12.2009
Dieser Adventskalender bringt sich entspannt durch die Vorweihnachts-Zeit: nicht mit einfacher Schokolade - das kann ja jeder - sondern mit echt feinen Inhalten....
Wir haben unsere Mitarbeiter, Autoren, Freelancer und Fotografen gebeten, uns ihre liebsten Weihnachtstexte und Lieder zu nennen, uns winterliche Gedichte zu schreiben oder Fotografien zu übersenden. Die Resonanz war groß, das Ergbenis kann sich sehen lassen: Flurfunk 7 ist diesmal zum gigantischen Adventskalender geworden - jeden Tag darf hier ein Türchen aufgemacht werden. Das komplette Heft gibt es dann ab dem 24. Dezember zum Runterladen.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Gucken - und einen schönen Dezember!
Tag 1:

Freitag, 16.10.2009
Es ist Düsseldorfs kleinster Ausstellungsraum für zeitgenössische Fotografie. In wenigen Tagen startet eine Wahnsinns-Aktion: eine Gruppenausstellung. Treffender Titel: VIEL

Georg Parthen zeigt ab 23.10.- bis zum 25.11.:
Sabrina Jung, Peter Wildanger, Rivkah Young, Almut von Pusch,
Frederic Lezmi, Tobias Vollmer, Andi Zimmermann, Patricia Neligan,
Ralf Grossek, Colin Penno, Ute Klein, Sophia Simons, David Ertl,
Anne Lass, Joachim Weischer, Annette Jonak, Bernd Kleinheisterkamp,
Agata Madejska, Patrick Presch, Jan Faßbender, Heiko Rintelen,
Nicolas Wollnik
Mehr haben wir dem nicht zuzufügen.
Samstag, 22.08.2009
Schon wieder Manuel Schroeder: Der Fotograf ist wirklich sehr gefragt in diesem Jahr! Ab 26. August 2009 sind seine Arbeiten im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld zu sehen.
Da haben wir aber Glück gehabt, dass Manuel mit uns in diesem Jahr noch die Bilder für Imagebroschüre machen konnte: Diesmal ist es das Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld, das seine Arbeiten ausstellt. Im Rahmen von „QUER GESCHNITTEN!
KUNST AUS KREFELD HEUTE“ präsentiert das Haus verschiedene Fotoarbeiten von Manuel und seine Installation i was here.

(Bild: Projekt "Raumordnung", Titel "Le moment supreme", Ed. 0616, Jahr 2009)
Quer geschnitten! - was ist noch zu sehen?
Die facettenreiche Auswahl umfasst Arbeiten der Gattungen Malerei, Skulptur, Fotografie und Video. Neben alten Bekannten der Krefelder Kunstszene wie Barbara Adamek, K.A. Janßen und Ludwig Wertenbruch, werden auch jüngere, noch weniger bekannte Künstler vorgestellt, beispielsweise Catherine Birner, Ivo Lucas und Dirk Rose.
Es werden viele neue Werke gezeigt, von denen einige sogar konkret für Quer geschnitten! entwickelt wurden. Das gilt zum Beispiel für eine filmische Arbeit der Künstlergruppe Sputnic, die spielerisch, provokativ und ironisch den Umgang mit Baudenkmälern wie dem Kaiser Wilhelm Museum thematisiert.
Die malerischen Positionen werden u.a. vertreten durch Brigitte Baldauf, Ilka Habrich und Hiltrud Lewe, deren Arbeiten sich – jeweils auf sehr unterschiedliche Weise – mit der Transparenz von Oberflächen beschäftigen. Die Gemälde Frank Jacob Essers, in denen sich vor silbrig schimmernden Hintergründen seltsam gebrochene Märchenszenen entfalten, bestechen durch ihren narrativen Charakter.
Justyna Tuhas Installation aus Europaletten und Monotypien entzieht sich einer eindeutigen Gattungszuordnung, da ihre spezifische Wirkung aus dem Zusammenspiel der großformatigen Drucke und der Art ihrer Hängung entsteht. Erst in der räumlichen Struktur entwickelt das Werk seine assoziativ-erzählerische Kraft.
Die Skulpturen Klaus Kubiks entstehen aus der Hinterfragung der Dichotomie von Natur und Technik. Die surrealistisch anmutenden, zum Teil kinetischen Objekte bilden einen vielschichtigen Kontrast zu den großen, gradlinigen Arbeiten Catherine Birners im benachbarten Ausstellungsraum. Mit skulpturaler Dimension und potenzialen Bewegungsmomenten beschäftigt sich die Bildhauerin Valerie Krause, die kürzlich mit dem Audi Art Award for New Talents ausgezeichnet wurde.
Eine weitere Aufsehen erregende, junge Position bildet das Werk von Ivo Lucas. In dessen mit Modellbau- und Spielzeugfiguren bestückten Schaukästen werden menschliche Grausamkeiten und die Angst vor der Selbstvernichtung thematisiert.
Weitere Facetten gewinnt das Medium der Fotografie durch Arbeiten von Philip Lethen und Dirk Rose. Lethens Portrait einer leerstehenden Gründerzeitvilla hat einen eher dokumentarischen Charakter. Roses Serie Vice zeigt sich deutlich konzeptueller: Er hat sich selbst im Setting anderer Fotografen als sogenanntes Lichtdouble, als Platzhalter aufnehmen lassen und demonstriert dem Besucher die Austauschbarkeit des Individuums im Kontext des Mediums.
Der vielseitig tätige Autor und Performance-Künstler Matthias Schamp zeigt Videos und Relikte seiner Aktionen: So trat „Der Schamp“ – wie er sich selbst nennt – in Bochum als überdimensioniertes Durchfahrt-Verboten-Schild, in Wolhusen (CH) als Markise und zuletzt in Linz als Dampfschiffschornstein in Erscheinung.
Das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung umfasst Künstlergespräche, regelmäßige Führungen und altersgruppen-spezifische Programme für Kinder und Jugendliche sowie ein erweitertes Führungsprogramm am KIK-Sonntag (Kunst in Krefeld, 13.09.). Am 3. Oktober 2009 wird im Kaiser Wilhelm Museum gefeiert: Ab 21 Uhr gestalten Nils Voges und Malte Jehmlich von Sputnic anlässlich der Künstlerparty den Abend mit abwechslungsreichem DJing und VJing.
Künstlergespräche im Kaiser Wilhelm Museum:
04.09. K.A. Janßen, Valerie Krause, Klaus Kubik
25.09. Brigitte Baldauf, Frank Jakob Esser, Ludwig Wertenbruch
03.10. Ivo Lukas, Sputnic
06.11. Ilka Habrich, Philip Lethen, Manuel Schroeder
20.11. Dirk Rose, Matthias Schamp, Justyna Tuha
04.12. Barbara Adamek, Catherine Birner, Hiltrud Lewe
Teilnehmende Künstler: Barbara Adamek, Brigitte Baldauf, Catherine Birner, Frank Jacob Esser, Ilka Habrich, K.A. Janßen, Valerie Krause, Klaus Kubik, Philip Lethen, Hiltrud Lewe, Ivo Lucas, Dirk Rose, Matthias Schamp, Manuel Schroeder, Sputnic: Malte Jehmlich, Nicolai Skopalik und Nils Voges, Justyna Tuha, Ludwig Wertenbruch
“Quer geschnitten! - Kunst aus Krefeld
heute” 17 ausgewählte Künstler zeigen in jeweils eigenen Räumlichkeiten ihr großes Spektrum an hochwertigen Arbeiten.
Kaiser Wilhelm Museum
Karlsplatz 35, Krefeld
Ausstellungszeitraum:
29. August bis 30. Dezember 2009
Donnerstag, 06.08.2009
Wahlkampf und Medienwandel - große Themen haben die Redaktion des jüngsten Flurfunks beschäftigt. Das Ergebnis ist alles andere als schwergängig - oder was meinen Sie?
Blogger und Redakteure, Kulturkritiker und großen Journalisten – die jüngsten Entwicklungen der Kommunikation bewegen alle. Während die einen noch Schmähschriften gegen den Microblogging-Dienst Twitter verfassen und sich um ihre ach so bequeme alte Schreibwelt sorgen, haben sich andere längst auf die Zukunft eingestellt. Warum auch nicht? Selbst Deutschlands oberster Sprachkritiker Wolf Schneider hat längst seinen regelmäßigen Blog – in der Süddeutschen Zeitung. Das Technische überlässt er zwar anderen, aber man muss ja nicht alles können.
Gespannt blicken wir natürlich auch auf die Bundestagswahl 09 - damit keiner lange in der Warteschlange vor dem Wahlbüro stehen muss, haben wir einfach schon mal den Stimmzettel-to-go beigefügt. Viel Spaß beim Wahlgang!
Sonntag, 02.08.2009
Das Wetter war netterweise wirklich sommerlich, die Gäste begeistert. Bei angenehmen Temperaturen drängten sich am 31. Juli 2009 rund 80 Interessierte auf den Bänken vor dem Gebäude 7, neugierig, was Autorin Svealena Kutschke aus Berlin in "Etwas Kleines gut versiegeln" zu erzählen hat. Den Inhalt hat der „Prinz“ in seinem Tagestipp eigentlich ganz gut zusammengefasst: „Die 26-jährige Lisa flüchtet aus ihrem bisherigen Leben und reist zum Ex-Freund ihres schwulen Bruders nach Australien. Hier vertreibt sie sich die Zeit mit Joints und Nachdenken.“
Tja, und was der Zufall mit dem, was Lisa denkt, zu tun hat und warum Autorin Kutschke überhaupt ein Buch geschrieben hat, nachdem sie vorher getöpfert und fotografiert hat, erzählte sie Maren Jungclaus vom Literaturbüro, die durch den Abend führte. Zwischendurch und später gab es natürlich beste Musik von DoppelMono.
Wir waren selbst überrascht, wie gut sich unsere „Terrasse“ für eine derartige Veranstaltung eignet. Eine Wiederholung ist somit sicher.
Die schönsten Bilder des Abends.
Wer nicht kommen konnte, hier Auszug aus „Etwas Kleines gut versiegeln“.
Weitere Lesungen im Rahmen des Literatursommers gibt es auch noch.
Wer mehr zu DoppelMono wissen möchte.
Freitag, 26.06.2009
Andi Zimmermann baut für seine großformatigen Fotografien zunächst Vorlagen aus Lego-Steinen.
Andi Zimmermanns faszinierende Übersichten sind Konstruktionen im doppelten Sinne. Für seine großformatigen Fotografien baut der Düsseldorfer zunächst Vorlagen aus Lego-Steinen. Dabei verändert und fotografiert der Künstler Position und Aufbau der Konstruktionen mehrmals, so dass eine Reihe von Einzelbildern entsteht. Im zweiten Konstruktionsschritt fügt Zimmermann diese am Computer zusammen.
Es entstehen Bilder, die entfernt an Stadtlandschaften erinnern, den Betrachter aber auf die Frage zurückwerfen, was er eigentlich betrachtet. Einerseits bleiben die Lego-Steine als Grundelemente der Bilder erkennbar - zugleich übersteigen die aufwendigen Konstruktionen die spielerischen Möglichkeiten eines Kindes, so dass das System Lego in den Hintergrund tritt. Zimmermanns Fotografien der verschachtelten und großflächigen Lego-Konstruktionen werden zu einer Art Suchbild, in denen der Betrachter wiederkehrende Formen und Muster im System der Steine zu erkennen glaubt, gleichzeitig durch die Räumlichkeit der Bauten einen anderen Bildeindruck bekommt - wie etwa bei einer optischen Täuschung.

In der Bauphase definiert Andi Zimmermann eigene Regeln, die das ästhetische Konzept vorgeben und deren wiederholte Anwendung die Struktur seiner Bilder bestimmen. Zugleich folgt er dem „Prinzip der größtmöglichen Wahlfreiheit innerhalb eines zuvor festgelegten Regelwerks“, da - wie in der Architektur - trotz aller Vorgaben Raum für Kreativität, Improvisation und spielerische Elemente bleibt. Darauf verweist auch der Titel spontaneous random, den der Künstler seiner Bildserie gegeben hat. Zimmermanns Bildwelt beleuchtet Fragen nach der Verbindung zwischen Spiel, Regelsystem und Konstruktion. Sie ist bis zum 9. September in der Galerie Mikro zu erleben.
Der Künstler
Andi Zimmermann wurde 1975 in Düsseldorf geboren. Er studierte an der Folkwang-Schule in Essen Fotografie bei den Künstlern Bernhard Prinz und Gisela Bullacher, wo er 2008 sein Diplom erhielt. Seine Bilder wurden bereits vielfach ausgestellt und publiziert, zuletzt im Buch „Beyond Architecture: Imaginative Buildings and Fictional Cities“, das im Gestalten Verlag erschienen ist. Andi Zimmermann lebt in Düsseldorf.
Galerie Mikro
Die Galerie Mikro ist ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Fotografie. Seit Januar 2006 werden hier die Arbeiten junger Künstler gezeigt. Als kleinster Ausstellungsraum Düsseldorfs ist die Galerie Mikro von außen komplett einsehbar; alle Arbeiten können daher ganztägig besichtigt werden. Geöffnet ist jeweils zu Ausstellungseröffnungen und auf Anfrage.
Freitag, 26.06.2009
Seit mehreren Monaten hatten wir die Gelegenheit, die PersonalNews aus der Schweiz zu testen. Am 30. Juni ist nun erstmal Schluss.
Täglich frisch per Mail ins Postfach - so kennen und schätzen wir die PersonalNews aus der Schweiz. KuhrtKom hat das Ganze ausgiebig getestet, wie an früherer Stelle bereits hier, hier, hier und hier zu lesen war. Nun wollen die Eidgenossen erst einmal Pause machen mit ihrer Future-Zeitung. Eine Umfrage soll zeigen, ob das Angebot weitergeführt wird, eine Markteinführung auf 2010 wird "vertieft" geprüft.
Also, wenn die schweizerischen Konzeptioner mich fragen: Ich finde die Idee von PersonalNews gut, die Umsetzung lief auch einwandfrei. Langweilig waren sehr oft allerdings die Zeitungen. Lustlos scrollte man sich schnell durch die gelieferten Seiten. Allzu oft habe ich das pdf bald wieder geschlossen und in den Papierkorb geschmissen. Also: Schlechte Noten für die teilnehmenden Zeitungsredaktionen in diesem großen schweizerischen Copy-Test. Die Zukunfts-Zeitung zeigt aber auch hier ihren Vorteil: So volle der Papierkorb auf war, zumindest der später rauszutragende Papiermüll hielt sich in Grenzen...
Wie soll es nun weiter gehen, ohne die PersonalNews? Vielleicht schafft es ja Mgzin endlich, seine 1000 Interessenten zusammen zu bekommen....
Montag, 22.06.2009
Es ist das Debüt des Sommers: Am Freitag, 31. Juli 2009, 20 Uhr, liest Svealena Kutschke aus ihrem Roman "Etwas Kleines gut versiegeln".
Kuhrt Kommunikation freut sich, zu diesem Abend auf das Gelände der Böhler Stahlwerke einzuladen. Die Lesung findet im Rahmen des Literatur-Sommers des Literaturbüros NRW statt – passend zur Jahreszeit natürlich unter freiem Himmel. Nur wenn es regnet, gehen wir rein.
Für entspannte Stimmung sorgt ein DJ-Set mit Doppel-Mono (Düsseldorf/Köln).

Etwas Kleines gut versiegeln....
Erzählt wird die Geschichte von Lisa, die mit 26 Jahren ihr Fotografiestudium hinschmeißt und zum Ex-Freund ihres schwulen Bruders nach Australien flüchtet. Dort arbeitet sie in einem Café und füllt die Leere ihres Lebens vorwiegend mit dem Rauchen von Joints und dem Nachgrübeln über die eigene Existenz aus. Als Berater steht ihr Sudden Smith zur Seite, eine nie um Kommentare verlegene Holzfigur, und das Künstlerduo Fischli & Weiss mit Fragen zu jeder Lebenslage. Als Lisa Fotos von sich selbst findet an Orten, wo sie nie gewesen ist und auch andere Gewissheiten ins Wanken geraten, heißt die richtige Frage: Sind die Ränder der Wirklichkeit diffus? Ein sprachgewaltiges Buch mit Wortwitz, absurden Vergleichen und unerwarteten Wendungen.
Das Programmheft zum Literarischen Sommer gibt es hier als PDF.
Montag, 22.06.2009
Der Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus geht in diesem Jahr an die Medizinjournalistin Nicola Kuhrt. Der Preis wurde auf der Jahrestagung des netzwerk recherche überreicht.
Nicola Kuhrt erhält den Preis für ihren Artikel "Der Pharmamarkt? Ein Bazar!" in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) sowie für eine neue Rechercheskizze zum Thema "Pillen um jeden Preis". Im Mittelpunkt stehen dabei die aktuellen Entwicklungen des Pharma-Markts - angestoßen etwa durch die Rabattverträge zwischen Pharmafirmen und Krankenkassen.
In dieser Woche hat auch die erneute Ausschreibung des Preises begonnen. Eingereicht werden können Arbeiten, die im Jahr 2008 oder 2009 in einem deutschsprachigen Medium in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland veröffentlich wurden. Der Preis wird in Form eines zweckgebundenen Recherchestipendiums (Honorar sowie Reise- und Sachkosten) vergeben. Eine entsprechende Rechercheskizze ist daher Bestandteil der Bewerbung. Die Frist zur Einreichung der Bewerbung endet am 30. Oktober 2009 (Datum des Poststempels).
http://idw-online.de/pages/de/news319815
Montag, 15.06.2009
Das Seewerk zeigt bis 15. September eine Ausstellung mit Arbeiten von Christian Megert und seinen ehemaligen Meisterschülern.
Diese Austellung knüpft an die Tradition der vergangenen Jahre an, in denen bereits die Klassen von Prof. Karin Rissa, Prof. Irmin Kamp und Prof. Jörg Immendorff zu Gast im SEEWERK gewesen sind. Bei der Präsentation der Megert Schüler handelt es sich allerdings nicht wie bisher um eine Klassenausstellung von Studenten, sondern hier werden ausgewählte Meisterschüler aus verschiedenen Jahrgängen, die mittlerweile bereits auf internationaler Ebene erfolgreich tätig sind, zu sehen sein.

Gefäße von Gunnar Krabbe
Prof. Christian Megert wird persönlich teilnehmen und eine noch nie realisierte Großplastik zeigen. Die meisten Arbeiten der ausstellenden Künstler wurden speziell für diese Ausstellung im SEEWERK entwickelt und größtenteils auf dem Seewerksgelände gefertigt.
Die Großplastiken greifen die Gegebenheiten der Gebäude und des Geländes auf und erzeugen so ein besonderes Spannungsverhältnis.
Mit dabei sind:
Markus Ambach · Liz Bachhuber · Nathalie Bertrams · Isabelle Borges · Ralf Brög ·Martin Bucher · Andreas Dettloff · Frederike Dieckmann · Rainer Eisch · Hanswalter Graf ·Edgar Guzmanruiz · Barbara Hoheisel · Sandra Hoitz · Joung-en Huh · Ahmed Ibrahim ·Bruno Jakob · Birgit Jensen · Young Mo Koo · Gunnar Krabbe · Uwe Kubiak ·Kumiko Kurachi · Wasa Marjanov · Keisuke Matsuura · Christian Megert · Masaki Nakao ·Holger Nickisch · Hannes Norberg · Mikyung Pae · Daniel Poensgen · Irina Polin ·Lorenzo Pompa · Aurore Reinicke · Kai Rheineck · Christoph Rihs · Petra Rinck ·Juna Ryang · Gudrun Salz · Susanne Schär & Peter Spillmann · Martin Schilken ·Sandro Steudler · Katharina Struber · Teresiña Talarico · Natsuko Tamba Wyder ·Jewgenia Tschuikowa · Maki Umehara · Michael Westendorff
www.positionen09.de und www.das-seewerk.de
Dienstag, 09.06.2009
Vor Monaten präsentierten Raban Ruddigkeit und Jan Peter die Idee ihrer neuen Zeitschrift. Wir finden das Projekt spannend, warten allerdings immer noch auf Antworten.
Es ist eigentlich klasse, was der Berliner Designer Raban Ruddigkeit und der Regisseur Jan Peter da vorhaben. Sie wollen, "obwohl es schon jetzt jede Menge hervorragender Artikel, Analysen, Reportagen und Essays in all diesen Printmedien gibt", ein neues Magazin auf den Markt bringen. Und weil die Idee so gut ist und es "die besten Texte versammeln, sich gegenseitig ergänzen und Ihnen damit kostbare Zeit sparen" soll, sprechen die Chefdenker vom "Magazin der Magazine" – und nennen es "Mgzn".

Funktionieren soll es so: Aus mehr als 50 deutschsprachigen Wochenzeitungen, Zeitschriften, Monatsheften und Magazinen sollen die besten Texte präsentiert werden, ein Beirat renommierter Journalisten wird diese herausfiltern. Ruddigkeit und Team wollen diese Texte dann "neu arrangieren, in überraschende Zusammenhänge stellen und – ganz besonders gestalten." Geplant ist ein exklusives Format auf hochwertigem Papier, Illustration.
Kosten soll das Ganze 19,80 Euro, wenn 1.000 Bestellungen eingegangen sind, wird das Projekt gestartet.
Im März guckte ich das erste Mal auf mgzin.de – seitdem sind scheinbar noch keine 1.000 Bestellungen eingegangen, denn der Stand ist unverändert. Im Blog wird locker diskutiert, aber kaum über Fragen, die ich habe. Etwa "Wie soll das aus rechtlicher Sicht funktionieren?", "Wer sitzt in dem renommierten Journalisten-Beirat?" und vor allem "Bekommen die Autoren von euch dann auch ein Honorar?"
Ich schickte Herrn Ruddigkeit also eine Mail. Eine Antwort bekam ich nicht. Also schrieb ich noch eine Mail.
Ok, es kam wieder keine Antwort. Also habe ich einfach mal ein bisschen gewartet und heute im mgzin-Blog gestöbert. Hier schreibt Ruddigkeit nun:
"Wir sehen uns nicht als kommerzielle Konkurrenz zu Verlagen, sondern als ein hochwertiges Produkt, um Print für VERLAGE und AUTOREN zu feiern." Aha!?
Bei der ganzen Feierei bleibt dennoch weiter die Frage: Wer bezahlt die Autoren?
Hierzu findet sich eine Antwort im v.i.s.d.p.-interview mit Jan Peter: "Das ist je nach Autorenvertrag unterschiedlich – uns wäre es am liebsten, ein Honorar an die Autoren zu zahlen. Wo immer das geht, werden wir das auch machen."
Dann bleibt nur zu hoffen, dass das immer geht. Ansonsten wäre das "Mgzn" keine wirkliche Verbesserung. Schlecht bezahlt sind die meisten freien Journalisten nämlich schon an vielen anderen Stellen.
Freitag, 24.04.2009
Zwischen Überwachungsskandalen, Harz IV, Abwrackprämien und dem eigenen Tretgrün: Fotograf Manuel Schröder lädt zur Ausstellung aktueller Werke zur deutschen Befindlichkeit.
Im Kölner Maternushaus sind Bildszenen aus Schröders Projekten „Deutsche Botschaft/Raumordnung“ zu sehen. Er selbst beschreibt das so: "Ein Land, in dem es nie eine Revolution geben wird, weil man dazu den Rasen betreten müsste, hat Josef Stalin einmal gesagt. Sein tiefgreifendes Wissen über dieses Land scheint sich zu bestätigen, denn der Rasen ist dem Deutschen sehr wichtig, sowohl vor der eigenen Haustüre, als auch um sein wirklichen Idole zu präsentieren. Die von globalisierten Unternehmen gelenkten Regierungen dieses Landes haben in ihrer Einfältigkeit und den vorrangigen Bemühungen um Machtausbau und -erhalt letztendlich auf das Allheil- und Volksbetäubungsmittel „Brot und Spiele“ gesetzt – und scheinbar den Hauptgewinn gezogen." Eine spannende Auseinandersetzung mit Fragen menschlicher Projektion und Emotion in individuell erfassten Situationen ist zu erwarten. Die Bilder sind prinzipiell nicht inszeniert und stellen den sozialen und architektonischen Kontext in Bezug zu künstlerischer Wahrnehmung des jeweils komplexen Augenblickes.
“Deutsche Botschaft/Raumordnung”
Fotografische Werke von Manuel Schroeder
Vernissage am 04.05.2009 um 19 Uhr
Ausstellungsort: Maternushaus, Kardinal-Frings-Str. 1 50667 Köln
Ausstellungsdauer: 04.05.–14.06.2009 (ganztägig geöffnet)
gefördert durch: (KUK) Künstler Union Köln