Montag, 30.03.2009
Fragen über Fragen: Das lieben Suchmaschinen, denn sie sind zum Finden da. Manche sind fleißiger als andere, manche liefern weniger, aber wertvollere Ergebnisse.
Die Anzahl an Suchmaschinen im Internet World Wide Web ist unbekannt und vielleicht auch nur mit unendlich viel Zeit zu benennen. Aber die Nr. 1 ist Google, doch wird sie es bleiben? Schon oft wurden „Google-Killer“ angekündigt, so wie Cuil im vergangenen Jahr. Vergeblich. Was muss passieren, damit Google ernstzunehmende Konkurrenz bekommt?
Der Erfinder von „Mathematica“, dem Programm für alle, die ernsthaft mit Mathematik und Physik zu tun haben, Stephen Wolfram, hat sich der Herausforderung angenommen. Seit 10 Jahren arbeitet er mit rund 100 Mitarbeitern an der Suchmaschine auf wirklich gestellte Fragen. Ziel ist es, nicht nur ein paar Links auszuspucken, unter denen die Antwort vielleicht zu finden sein könnte, sondern eine konkrete, ausführliche und vor allem wissenschaftlich fundierte Antwort.
Dafür haben die Mitarbeiter ohne Ende Quellen verifiziert, auf die sich die Antwortmaschine „Wolfram Alpha“ bezieht. Es handelt sich nicht um eine Such- bzw. Findmaschine, sondern um eine Antwortmaschine. Das ist vielleicht die erste Maschine, die auf individuelle Fragen konkret antworten kann.
Allerdings hat Google dann immer noch eine klare Berechtigung, denn nicht alle suchen nach einer Antwort auf eine konkrete Frage, sondern nach Seiten, Dateien oder was auch immer. Ab Mai soll Wolfram Alpha dann endlich veröffentlicht werden, wer aber vorher schon mal versuchen möchte, einen Blick auf die neue Mega-Machine zu werfen, kann sich auf www.wolframalpha.de für die „Beta“ anmelden.
Gespannt bin ich auf die Frage nach dem Sinn des Lebens...